Archiv

Meine Tochter Stephanie und meine Gefühle für sie

Ich heiße Mam, schlicht und ergreifend Mam. Es ist wunderschön, wenn meine Tochter zu mir sagt: Mam, ich hab dich über alles lieb ... Dann leuchten meine Augen, dann strahlt mein Gesicht, dann ist alles Gold, was glänzt. Ab und zu bekommen wir jedoch Streit ... Streit ist nicht der richtige Ausdruck, wir brechen hin und wieder den Kontakt ab und fühlen uns dann grenzenlos allein und einsam.

 

So ist es vor ein paar Tagen geschehen und ich dachte, es sei endgültig. Wenn ich daran dachte, wurde mir elend zumute, ich dachte ohne Unterlass nach, von morgens bis abends, einzige Unterbrechung waren die Stunden, in denen ich arbeitete. Wenn ich Feierabend hatte, keine zwei Minuten später ging die Nachdenkerei los, fing alles wieder von vorne an. Ich weinte in den drei Tagen viel, übermäßig viel. Weil ich dachte, ich hätte sie verloren.

 

Gestern meldete sie sich wieder bei mir. Es war ein ganz vorsichtiges Anklopfen, ein ganz vorsichtiges Anfragen. Als ob sie sich nicht traute, als ob sie Angst vor mir hätte. Das musst du nicht haben meine Tochter, ich werde dir nichts tun, ich habe auch noch nie böse reagiert, sondern eher verständnis- und liebevoll. Ich hab dich lieb meine Kleine und das weißt du auch. Leider hast du niemals eine andere Reaktion zu spüren bekommen als eine böse, immer und immer wieder.

 

Was ich für dich fühle und empfinde, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Mutterliebe, reine und echte Mutterliebe. Wenn ich mit dir Mails schreibe, warte ich gespannt auf deine Antworten, wenn ich mit dir chatte, kann ich deinen nächsten Satz kaum abwarten. Wenn wir telefonieren, dann habe ich dich ganz nah bei mir. Wenn wir uns sehen, dann umarmen wir uns und ich weiß, ich habe meine Tochter im Arm. Meine Tochter! Die ich lieb habe, für die ich da sein will, mit der ich zusammen sein will, weil sie meine Tochter ist.

 

Ich hab dich lieb meine liebe kleine große Tochter S.

Deine Mam

2 Kommentare 20.2.08 23:42, kommentieren

Meene Kleene

Heute  haben wir wieder einen Mailmarathon hingelegt , aber der von gestern ist nicht zu übertreffen, das war ein Mail-Duell sondersgleichen

Auf der einen Seite haben wir uns geschrieben, dass wir uns lieb haben, auf der anderen Seite haben wir diskutiert. Es waren zwei Seiten unseres Wesens am Werk. Der eine liebevolle und der andere weniger liebevollere Teil.

 

Plötzlich funktionierte mein web nicht mehr: Wartungsarbeiten von 23.00 bis 01.00 Uhr hieß es dort. Und ich dachte, ich spinne, Allerdings habe ich dann bei gmx weitergeschrieben, aber da warst du sicher schon im Bettchen Ich bin dann ungefähr eine Stunde später nochmal ins web, da ging es wieder. Ich habe dir zurück geschrieben, aber da war es dann sicher schon zu spät. Schade!

 

Schon seit Wochen fühle ich mich einsam, verlassen und allein. Natürlich habe ich meine Freunde, aber ich vermisse ganz jemand anderen. Meine Tochter S., die ich von Herzen lieb habe, sie hätte ich jetzt gern bei mir.

 

Wir würden so viel unternehmen, gemeinsam lachen, vielleicht auch gemeinsam weinen, wenn uns danach zumute ist, wir wären ganz einfach Mutter und Tochter. Ich fände es sooo schön, wenn sie hier wäre, aber ich kann auch verstehen, dass es noch nicht soweit sein kann, sie wird erst ins "Betreute Wohnen" gehen, das allerdings nur eine vorübergehende Lösung ist. Die endgültige Lösung lässt aber auch nicht mehr allzu lang auf sich warten und das ist gut so. Wir gehören nämlich zusammen, Tochter und Mam

 

Ich hab dich unendlich lieb meine Kleine,

deine Mam

 

1 Kommentar 22.2.08 01:27, kommentieren