Da bin ich wieder

Tja, jetzt war ich schon lange nicht mehr hier, aber mir fehlten die Zeit und auch die Gedanken.

 

Was solll ich sagen? Es ist soviel passiert in letzter Zeit, so viel, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Ich denke, Marcel hat heute den Kontakt zu mir abgebrochen, denn er meinte, jetzt sei es doch an der Zeit, Abstand zu ihm zu nehmen, zumindest für ein paar Wochen. Ich lach mich tot. Erst habe ich den Wunsch an ihn, dann will er nicht, dann wünscht er sich das und ich will nicht mehr. "Er ist ja doch nur ein Scheiß Alki und hat alles verloren" ... Zitat von ihm aus einer PN.

 

Das mit dem Alkohol wusste ich von Anfang an, daraus hatte er nie ein Geheimnis gemacht. Ich weiß auch, dass er arbeitslos ist, kaum Geld hat und alles, was er besaß, seiner Frau gegeben, damit sie und sein Kind gut leben können. Ist wohl verständlich. Aber warum macht er jetzt ein Problem daraus? Will er mir damit sagen, dass er keinen Wert für mich hat? Will er mir damit sagen, dass er schlecht für mich ist? Merkwürdig, so habe ich das nie gesehen, ich habe immer verstanden, warum er was gemacht hat. Auch das Trinken, auch dass er arbeitslos ist, auch dass sein Selbstwertgefühl total am A*** ist. Das wusste ich von Anfang an. Warum macht er sowas? Was will er damit erreichen? Ich weiß es nicht. Im Moment bin ich überfragt.

 

Ich habe einen netten Mann kennengelernt, Kuolema, aus dem Hamburger Umland. Er ist 42 und versteht, was mit mir gerade los ist. Er ist auch intelligent, aber auf eine ganz andere Art als Marcel. Er hat mit mir vieles gemeinsam, er ist wirklich lieb, um es so auszudrücken. Ab und zu schreiben wir uns Mails, ab und zu PNs. Er weiß immer viel zu sagen und geht auch auf meine Probleme ein. Manchmal wünsche ich mir, wir würden nicht so weit auseinander wohnen, damit wir uns gegenseitig auf die Sprünge helfen könnten. Einfach nur miteinander reden, einfach quatschen, einfach nur Freunde sein, die sich gegenseitig unterstützen.

 

Tja, aber wenn ich bei ihm in der Nähe wohnte, würde ich meiner Tochter nicht nahe sein können und das wäre dann auch ein großes Problem. Ich möchte nämlich auch bei ihr sein, in ihrer Nähe sein, ich vermisse sie so sehr. Sie fehlt mir. Sie ist so ein liebes Mädchen, das habe ich ihr schon ein paarmal gesagt.

 

Im Moment läuft bei mir alles drunter und drüber, die Gefühle stehen Kopf, tanzen mir auf der Nase herum und lassen sich einfach nicht bändigen. Ich möchte einfach nur vom Karussell steigen und wieder festen Boden unter den Füßen haben. Das wäre was! Das fände ich richtig schön zur Abwechslung. Trotz alledem weiß ich eins haargenau:

 

Ich hab dich ganz arg lieb meine Tochter Stephie . Und das sagt dir

deine Mam

1.3.08 18:50

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