Doris und Thoms

Diagnose: Brustkrebs! Wie geht man damit um? Versucht man sich wirklich deshalb das Leben zu nehmen, wie es meine Freundin tat? Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte an ihrer Stelle, dazu müsste ich in ihrer Situation sein, in ihrer Haut stecken.

 

Sie hat einen Sohn, der 19 Jahre alt ist, der ganz allein mit dieser Situation umgehen muss. Der hilflos ist, der psychisch einen Knacks hat, der nicht richtig sprechen kann, der ganz allein da steht. Wie ging ich mit ihm um? Stellvertretend für seine Mutter, die ihn über alles liebt, war ich da, das war ich ihr schuldig. Ich musste und ich wollte ihm und ihr helfen.

 

Was kann ich weiterhin tun? Für sie beide da sein, selbstverständlich, das war ich, das bin ich und das werde ich auch immer sein. Dieses Versprechen gab ich beiden letztes Jahr an ihrem Geburtstag. Am letzten Tag, vor meiner Abreise, schrieb ich ihr einen Brief, in dem stand, dass sie beide immer auf mich zählen können, egal wann, egal wo, egal wie. Wir stehen füreinander ein. Das ist echte Freundschaft. Echte Freundschaft, die wir leben. 

 

 

 

 

8.3.08 20:29

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